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  E-Learning-System AUKOM Stufe 1  [ Lektionenübersicht ]
Grundlagen der Koordinatenmesstechnik
Lernmodul 13:  Genauigkeit - Längenmessunsicherheit

Lernschritt 7 von 9
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Jedes Messgerät hat Abweichungen. Um diese Abschätzen zu können, existieren zu jedem Koordinatenmessgerät Angaben zur Anzeigeabweichung eines KMG E nach DIN ISO 10360-2.
  • Diese Anzeigeabweichung eines KMG wird in Form einer Formel angegeben:
    E = k1 + 1/k2 * L ,   wobei L die zu messende Länge ist. 

Die bei den Annahmeverfahren überprüften Eigenschaften des KMG sind:

  • die Antastabweichung P und
  • die Anzeigeabweichung E für Längenmessungen
Angegeben werden jeweils die höchstzulässigen Abweichungen PMPE bzw. EMPE

 
MPE: englisch, heißt „Maximum Permissible Error”, .zu deutsch: „höchster erlaubter Fehler“

Mit der Antastabweichung P wird im wesentlichen das Verhalten des Tast- oder Sensorsystems beschrieben. Vom Hersteller wird der höchstzulässige Wert der Antastabweichung PMPE  angegeben. Sie ist ein einziger Wert. Gibt ein Hersteller z.B. für PMPE  = 2 µm an, dann ist die Antastabweichung maximal 2 µm. Bei der Annahmeprüfung darf dieser Wert also nicht überschritten werden.  

Ein Beispiel: k1 = 2 µm, k2 =400mm/µm, die zu messende Länge L = 200 mm. 

Dann ist die Anzeigeabweichung E = 2 µm+200/400 µm = 2,5 µm (siehe nebenstehende Grafik). Das bedeutet, dass alle gemessenen Werte mit einer Anzeigeabweichung von maximal 2,5 µm behaftet sind. 
     

 
 

 

Änderungsstand: 13.09.2011   [ Startseite ] [ Inhalte ]