- Prinzipiell muss das Werkstück immer so auf die Werkstückaufnahme aufgespannt werden, dass es weder verspannt noch locker sitzt. Dazu kann man Spannsysteme oder
(bei kleineren und leichteren Werkstücken) Knetgummi
verwenden.
- Werkstücke sollten immer so aufgespannt werden, dass sie
nicht an allen Ecken fixiert werden. Auf diese Weise kann das
Werkstück "arbeiten", d. h. es kann auf die immer vorhandenen
Temperaturschwankungen reagieren und verspannt nicht. Leitsatz: 3-2-1-Aufspannung verwenden. (Also, das
Werkstück an einer 1. Stelle in allen drei Raumrichtungen (x,
y, z) fixieren, an einer 2. Stelle nur noch in 2 Raumrichtungen
(y, z) und an einer 3. Stelle nur noch in einer Raumrichtung
fixieren (z).)
- Das Werkstück sollte nie am Rand des Messbereiches
des KMG, sondern immer im optimalen Messbereich fixiert
werden. Dazu ist es wichtig, das KMG zu kennen, um so um den
optimalen Messbereich zu wissen.
- Das Spannen mit Magneten sollte man bei hochgenauen
Messungen, z. B. von Lehren, unterlassen. Der magnetische Einfluss
wirkt sich nämlich nicht nur auf das Werkstück, sondern
auch auf den Stahltaster des Messkopfsystems aus. Dadurch wird
das Messergebnis verfälscht.
- Wenn das Messen des Werkstücks der Fertigungsbeurteilung dient, ist darauf zu achten, dass das
Werkstück in der Originalaufspannung der Fertigung
gemessen wird. Ein vorübergehendes abspannen und wieder
aufspannen sollte unterbleiben. Leitsatz:
Spannen wie Bearbeiten.
- Wenn das Messen des Werkstücks der Funktionsbeurteilung dient, muss in entspanntem
Zustand gemessen werden. Es darf also möglichst keine
Kraft auf das Werkstück wirken. Leitsatz: Funktion nur entspannt messen.
|  
 Aluminium-Spannmittel im Baukastensystem
(Horst Witte Gerätebau)
|