Bei einem messenden Messkopfsystem ist der
Taster durch drei senkrecht zueinander angeordnete
Federparallelogramme mit einer Geräteachse verbunden. Die drei
Parallelogramme ermöglichen die genaue Bestimmung der
räumlichen Auslenkung des Tasters in kartesischer
Koordinatenform. Dabei wird die Auslenkung aus der Nulllage in ein
Signal umgewandelt. Bei Verschiebung aus der Nulllage erfolgt das
Auslesen der Messachsenpositionen.
Für die Messwertaufnahme gibt es zwei alternative
Methoden:
statische Messwerterfassung
Die Antriebe in den Koordinatenachsen werden so
nachgeführt, dass die Auslenkung des Tasters Null wird oder
eine definierte Messkraft erreicht wird. Die Messpunktaufnahme
erfolgt dann statisch nach Abklingen der Eigenschwingung des
Messgerätes.
Dieses Antastverfahren liefert Messergebnisse mit der
geringsten Messunsicherheit.
dynamische Messwerterfassung
Die Messpunkterfassung erfolgt in der Bewegung während der
Auslenkung des Messkopf es.
Der Wert der Auslenkung des Tasters wird zu den aktuellen
Werten des Längenmesssystems addiert.
Mit der dynamischen Antastung kann eine höhere
Messgeschwindigkeit erzielt werden, jedoch liegt die
Messunsicherheit meist höher.