Für viele Zwecke ist es notwendig,
ein Orientierungssystem auf der Zeichenebene zur
Verfügung zu haben. Dazu denken wir uns zwei aufeinander
senkrecht stehende Geraden gezeichnet. Wir betrachten die Ebene mit
unserem geistigen Auge so, dass wir eine der beiden Geraden
horizontal sehen, die andere vertikal. (Wir verwenden diese
Begriffe in der Bedeutung, die sie haben, wenn über ein Blatt
Papier gesprochen wird). Damit ist gemeint, dass die Achsen ohne
Begrenzung "bis ins Unendliche" laufen (obwohl wir natürlich
nur einen endlich großen Ausschnitt der Ebene zeichnen
können). Die beiden Achsen schneiden einander in einem Punkt,
den wir Nullpunkt oder Ursprung nennen. | |  |
Tipp: Die Bezeichnungen x und y werden zwar häufig
verwendet (man spricht dann von einem xy-Koordinatensystem), sind
aber nicht obligatorisch. Man könnte an ihrer Stelle
irgendwelche anderen Symbole verwenden. Heißen die
Koordinaten beispielsweise r und s, so sprechen wir von einer
r-Achse und einer s-Achse (die erste wird Abszisse, die zweite
Ordinate genannt) bzw. von einem rs-Koordinatensystem, und davon
abgesehen wäre alles genauso wie hier beschrieben. |